26.12.2017

Habt Ihr mitgekriegt?

Hier ist erst mal Ende, da gehts weiter:

http://yellowsoupmarine.soup.io/

(Der Feedimport funzt wieder mal nicht...)

17.12.2017

Reisewarnung

Hat jemand die Absicht, mal nach Nottinghamshire zu fahren?
Dort gilt es als Verbrechen, Frauen hinterherzupfeifen. Sollte man wissen. Zur Sicherheit.

https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2016/jul/13/nottinghamshire-police-count-wolf-whistling-hate-crime

Fwd: Keine Friedensdividende

UPDATE: Siehe auch hier.

Von: Telepolis <>

Haben wir Gorbatschows Erbe bereits verspielt? Wollen wir Europa wirklich in den Kalten Krieg 2.0 taumeln lassen? - Ein Kommentar

A New Hope

Es gibt Hoffnung. Lesenswerter Text von einem jungen Menschen, der sich entschlossen hat, selbst zu denken.

Dilemma

Ich halte "absolut" nichts von dem Motto "Wenn es die Richtigen trifft, sehen wir über unzulässige Methoden mal locker hinweg."
Dieser Fall wird diskutiert unter dem Gesichtspunkt, daß das BKA sich nicht bei Telegram hätte reinhacken dürfen.

Aber:
"Die Neonazis der Oldschool Society besprechen in ihrer Telegram-Gruppe den bewaffneten Kampf gegen Salafisten, Angriffe auf politische Gegner und Sprengstoffanschläge auf den Kölner Dom oder Einkaufszentren, "um das Ausländern und Salafisten in die Schuhe zu schieben" und damit eine ausländerfeindliche Stimmung anzuheizen. Die Führungsebene der Truppe trifft sich zusätzlich zum Chat in der "Hauptgruppe" im Kanal "OSS Geheimrat" und lenkt von dort aus die Geschicke der OSS. Dafür müssen sich aktuell Andreas H., Markus W., Denise G. und Olaf O. als Rädelsführer vor dem Oberlandesgericht (OLG) München verantworten..."
Das ist jetzt genau das Ding mit dem konkreten Fall, in dem vielleicht doch... *grummel*

Nebenbei:
"Anders als im Iran ist der Angriff gegen die Telegram-Accounts in Deutschland von der Strafprozessordnung gedeckt. Die Grundlage ist Paragraph 100a – jener Paragraph, der festlegt, was der Staat im Rahmen einer Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) darf."
Ach so. Wenn es einen Paragraphen gibt, dann ist das was anderes... mit der Argumentation wäre die NS- Diktatur konsequent rechtsstaatlich gesesen.

https://motherboard.vice.com/...bka-telegram-hack-mitarbeiter-gericht-muenchen

16.12.2017

Jetzt mal nicht zuuuu viel Optimismus...

Yeah, die Soup kocht wieder!

Sogar inclusive Feedimport. Gucke hier: yellowsoupmarine.soup.io/

We've had good times

Ein Einstieg in die Hochkultur.

Sie sind mit Spaß und Ernsthaftigkeit dabei und das Ganze wirkt nicht "überzüchtet".

Gibt es im Land von "Schreiben nach Gehör" was Vergleichbares?

15.12.2017

Ohhh, schön!

Endlich mal was Gutgelauntes!

http://www.spiegel.de/fotostrecke/wildlife-photography-die-schraegsten-tierfotos-des-jahres-fotostrecke-156192.html

Fwd: Adieu Piraten!

Erinnert sich jemand an die Piratenpartei? Die wäre gebraucht worden! Was war schiefgegangen? 
Ein ausführlicher Text aus der Innenperspektive:

Von: Frank11 <>

... Das Volk suchte händeringend nach einer Protestpartei und die Piraten gaben sich alle nur erdenkliche Mühe, die — sicherlich zu hohen — Erwartungen zu enttäuschen.

... Es war zum Verzweifeln. Die Zeit für eine neue Partei war günstig wie nie. Die FDP war aus dem Bundestag geflogen. Die Lücke in der liberalen Mitte der Gesellschaft war offensichtlich. Mir ist heute rätselhafter denn je, warum die Partei lieber mit Vollgas gegen die Wand fuhr, anstatt diese Chancen zu nutzen... 

Danke, Herr Schäuble!

Die sogenannte "Schuldenbremse" ist eine eigenartige Idee aus den 40er Jahren, die auf eine kleine Gruppe reicher Männer in den Schweizer Bergen zurückgeht und von einem noch eigenartigeren Mann mit einer Vorliebe für autoritäre Regimes erfunden wurde. Lange hat es gedauert, bis sie wirtschaftspolitisch relevant wurde, doch ein neoliberales Netzwerke aus JournalistInnen, PolitikerInnen und Denkfabriken hat ihr mit viel Macht und Geld im Hintergrund zur Beachtung verholfen. Zum großen Schaden der Allgemeinheit.

Es war 1947 auf einem Schweizer Berg, als zehn Männer beschlossen, die Regelwerke des weltweiten Zusammenlebens grundlegend zu ändern: Die „Mont Pèlerin Society" war geboren.

Zeitungsschau am Morgen

Netzneutralität: Wer etwas über die nicht einfachen Hintergründe wissen will... hier ist ein nicht kurzer Text dazu.


Geschichte: Michel Gorbatschow war zu gut für diese Welt und wurde über den Tisch gezogen. (Das nehmen ihm seine Landsleute heute noch maximal übel.)
Oh Mann ey, das ist so traurig. Unser Idol... er hat in unseren Augen alles richtig gemacht. Mist.

Danke, liebe Experimentalpädagogen!
Ein Fünftel partielle Analphabeten unter den Zehnjährigen, das ist eine irre Zahl. Ich hatte erwartet, dass ein Aufschrei durchs Land gehen würde. Eigenartigerweise wurde der Befund, der für die Zukunft unseres Landes bedeutsamer ist als jede andere Debatte, eher achselzuckend zur Kenntnis genommen.

Der „Fall Lederer vs. Jebsen": Etikettenkleben und die Debattenunkultur


The Warlock Hunt: Unnötig langer Text, aus dem ich destilliere:
#metoo ist das Gegenteil von Psychotherapie. Oder auch deren Berufskrankheit:

Ich kannte mal eine Psychotherapeutin, der erzählte ich mal eine Geschichte aus meinem Leben (hab vergessen, was genau), so etwas Dusslig- Ärgerlich- Traurig- Amüsantes, was einem eben so passiert, woraus man etwas lernen kann, woran man wachsen kann, was eben im Leben so völlig normal ist. 
Sie schrie auf: "Oh Himmel, du bist ja traumatisiert!" "Ähh, sollte ich das jetzt sein? Quatsch." 
Das gerät in Amerika wohl gerade außer Kontrolle: "Er hat mir vor 20 Jahren mal in den Ausschnitt geschielt. Mir wird tagein, tagaus erklärt, ich müsse mich deswegen jetzt so verletzt fühlen, daß ich ihm nun die Existenz vernichten muß. Ist das noch gesund?" So sinngemäß.

Apropos Therapie: Daß ich es nicht lassen kann, hier zwanghaft in die Tasten zu hauen, ist ja auch nichts anderes. Ich laß es raus, um es los zu werden. Und hoffe insgeheim, es liest keiner. So muß ich im Alltag niemanden vollabern.



P.S.: Noch passend zum letzten Teil - Die Psychologie der Inquisition:

Den Film hab ich nicht gesehen, nur mal kurz reingezappt, ob die Zitate stimmen (ja, tun sie):


Dazu gab es einen Kommentar:
... es gibt bei Arte gerade eine Dokumentation über die seltsamen Vorgänge in Salem/Massachussets, denen im Jahre 1692 eine Menge Menschen (Frauen UND Männer) zum Opfer fielen. Der Film untersucht, wie es zu der Hysterie gekommen ist und welche Abzweigungen man hätte nehmen müssen, um den Unsinn zu verhindern. ...

Ab etwa Minute 26 kann man die Erklärungen, wie es zum Hexenwahn kommt, komplett auf #metoo ummünzen. Man muss nur statt "Hexerei" "sexuelle Übergriffe" einsetzen. Im Film heißt es wörtlich (Einschübe in eckigen Klammern von mir):

1. Alle Vorbehalte sind nun aus dem Weg geräumt, und eine Flut von Anschuldigungen [im Film gehen die von zwei junge Mädchen aus, die immer mehr Menschen beschuldigen, sie irgendwie in Teufels- oder Geistergestalt missbraucht zu haben. Wie in vielen heutigen Fällen können sie nicht mehr zurück, weil sonst das ganze Gebäude zusammenbrechen würde und sie, die Anklagenden, sich damit sozial desavouierten] bricht los, mehr und mehr Menschen werden verhört und eingesperrt.

2. Alle [gemeint sind hier alle Bewohner von Salem] sind zerfressen von Schuldgefühlen. Der einzige Ausweg scheint zu sein, all dies auf jemand anderen zu projizieren: es ist nicht meine, sondern deine Sünden. Das ist ein psychologischer Mechanismus: du weist alle Verantwortung von dir auf andere. Hier kommt die Hexe [das können auch Männer sein, aber die sind laut ARTE keine Opfer, sondern verfallen - wenn überhaupt - nur gerechter Strafe] ins Spiel.

3. Um jemanden der Hexerei zu überführen, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Beweisen: Ein direktes Geständnis, oder zwei Augenzeugen, die gesehen haben, wie jemand zauberte. Aber wir alle wissen, dass das [Augenzeugen] nicht möglich ist, und damit ist es auch unmöglich, Augenzeugen zu finden.

4. Doch das Gefühl der Bedrohung [in der Bevölkerung] ist so real, dass man in seinem Wahn auch ungenügenden Beweisen Glauben schenkt. Was in und um die Kolonie gerade geschieht, muss Hexerei sein, und so sind alle bereit, zweifelhafte Indizien als reguläre Beweise für Hexerei anzusehen.

5. Für die Angeklagten geht es jetzt um mehr als ihre Reputation und ihre Stellung: Zeugenaussagen entscheiden jetzt über Leben und Tod.

6. Die meisten Aussagen beruhen auf der so genannten "spectral evidence“ [...], das bedeutet Träume und Visionen gelten als Beweis. Der Zeuge wird bedroht, angegriffen, gequält von einer geisterhaften Erscheinung, die niemand sehen kann außer ihm selbst. So wird der Ankläger zum einzigen Zeugen seiner eigenen Anklage, und er liefert den einzigen verwertbaren Beweis.

7. [was dann passiert, kann man heute in Zusammenhang mit dem #metoo-Quatsch exakt nachlesen: Zulassung sinnfreier Beweise, Umkehrung der Beweislast, Volksbelustigungscharakter der Tribunale, öffentliche Zurschaustellung der Angeklagten und so weiter. Da bleibt einem die Spucke weg, wie genau das den #metoo-Verlauf nach- bzw. vorzeichnet]

Man muss sich immer vergegenwärtigen: in so einer brenzligen Situation geht es nur am Anfang um "schlimme" oder wenigstens "auffällige" Dinge. Kurze Zeit drauf wird ein Hahn, der drei Minuten zu spät kräht, ebenfalls verhext sein - und irgendjemand wird sich schon finden, der ihn verhext hat (siehe Punkt 2) und einen anderen, der ihn auf frischer Tat ertappt hat. Oft auch gerne, weil man gerade beim Kirschenklauen erwischt worden war und eine saugute Ausrede brauchte, die keinerlei Plausibilitätskontrolle mehr zuließ (getreu nach Punkt 2).

Ich finde es in der Sendung bemerkenswert genau beobachtet, was passiert, wenn es um Hexenwahn vor 300 Jahren geht. Wieso guckt ARTE nicht in die Gegenwart, wo versucht wird, mit exakt den gleichen Mechanismen wieder eine Hexenjagd anzuzetteln? Wieso wollen die Medien das nicht merken? Wer verbietet denen, das kühl und logisch zu analysieren und so ad absurdum zu führen - wie es in Salem durch einen Mann geschah, der in Harvard Mathematik studiert hatte und der der "spectral evidence" von vornherein eine Absage erteilte (die Gefahr, ebenfalls als Hexer aufgehängt zu werden - in der sich der Mann zweifellos befand -, wird von ARTE selbstredend nicht thematisiert: dieser Mann ist ein junger, gutaussehender Strahlemann, der da hineinspaziert und für Ordnung sorgt. Supermännerfantasien von Frauen eben)? Wieso zieht niemand diese Gerüchtefabrikantinnen aus dem Verkehr? Wer genau könnte das tun? (x)

Klangweltenfestival

Dieses Jahr war es auch wieder sehr fein (gestern war ausverkauft), aber letztes Jahr (hab ich leider verpaßt) war wirklich sensationell:

14.12.2017

Fwd: Kurze Durchsage... (mit Übersetzung)

Passend zu dem letzten Eintrag vor dem Soup- Freeze. Den Transhumanismus fand ich mal für ganz kurze Zeit interessant...

Ich habe das Gefühl, hier findet auf beiden Seiten ein Wetteifern um die größtmögliche Abgehobenheit statt. Vielleicht sollten die alle mal ein Jahr in der Landwirtschaft arbeiten, um wieder runterzukommen.

Von: "Fefes Blog" <>

Kurze Durchsage von Sam Altman:
Earlier this year, I noticed something in China that really surprised me. I realized I felt more comfortable discussing controversial ideas in Beijing than in San Francisco. I didn't feel completely comfortable—this was China, after all—just more comfortable than at home.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Linken! Mit eurer Thoughtcrime-No-Platform-Zwangskonformität habt ihr das geschafft. Das kann nicht einfach gewesen sein. Ich meine, mal ehrlich, schlimmer als China? Das muss man erst mal hinkriegen!

*Slow Clap*

Auf der anderen Seite:
More recently, I've seen credible people working on ideas like pharmaceuticals for intelligence augmentation, genetic engineering, and radical life extension leave San Francisco because they found the reaction to their work to be so toxic.
Da fällt es mir ehrlich gesagt auch schwer, einen ethisch vertretbaren Kernbereich zu erkennen. Ich nehme an, mit radical life extension meinen die sowas wie Peter Thiels Bluttransfusionen von Jugendlichen.
Falls jemandem der Name nichts sagt: Das ist eine der Kernpersönlichkeiten im Startup-Startup-Startup-Hype-Hype-Hype-Karussell.

Anfang des Jahres habe ich in China etwas bemerkt, das mich wirklich überrascht hat. Mir wurde klar, dass ich mich wohler fühlte, wenn ich in Peking über kontroverse Ideen diskutierte als in San Francisco. Ich fühlte mich nicht ganz wohl - das war China, schließlich war es doch bequemer als zu Hause.
Das hat mir gezeigt, wie schlimm die Dinge geworden sind und wie sehr sich die Dinge verändert haben, seit ich 2005 hier angefangen habe.
Es scheint einfacher zu sein, in San Francisco jedes Jahr aus Versehen Ketzereien zu sprechen. Eine kontroverse Idee zu diskutieren, auch wenn Sie zu 95% mit der Konsensseite einverstanden sind, scheint unklug zu sein.
Dies wird für Start-ups in der Bay Area sehr schlecht sein.
Die Beschränkung der Rede führt zu einer Einschränkung der Ideen und damit der Innovation - die erfolgreichsten Gesellschaften waren in der Regel die offensten. Normalerweise sind Mainstream-Ideen richtig und heterodoxe Ideen falsch, aber die wahren und unpopulären Ideen sind es, die die Welt vorantreiben. Auch intelligente Leute neigen dazu, eine allergische Reaktion auf die Beschränkung von Ideen zu haben, und ich sehe jetzt viele der intelligentesten Leute, die ich kenne, woanders hinziehen...
In jüngster Zeit habe ich gesehen, wie glaubwürdige Menschen, die an Ideen wie Pharmazeutika für Intelligenzvermehrung, Gentechnik und radikale Lebensverlängerung arbeiten, San Francisco verlassen, weil sie die Reaktion auf ihre Arbeit als so giftig empfunden haben. Wenn die Menschen viel länger leben, wird das für die Umwelt katastrophal sein, also müssen die Menschen, die daran arbeiten, wirklich unethisch sein", war ein denkwürdiges Zitat, das ich in diesem Jahr gehört habe.
Um die wirklich guten Ideen zu bekommen, müssen wir auch wirklich schlechte und verrückte Ideen tolerieren. Zusätzlich zu der Arbeit, für die Newton am bekanntesten ist, studierte er auch Alchemie (die britischen Behörden haben die Arbeit daran verboten, weil sie die Abwertung des Goldes befürchteten) und betrachtete sich als jemand, der vom Allmächtigen speziell für die Aufgabe der Entschlüsselung biblischer Schriften ausgewählt wurde.
Man kann nicht sagen, welche scheinbar verrückten Ideen sich als richtig erweisen werden, und fast alle Ideen, die sich als große Durchbrüche herausstellen, beginnen wie schreckliche Ideen zu klingen. Wenn Sie also eine Kultur wollen, die innovativ ist, können Sie keine Kultur haben, in der Sie das Konzept der Ketzerei zulassen - wenn Sie das Konzept überhaupt zulassen, neigt es dazu, sich zu verbreiten. Wenn wir von einer anstrengenden Ideendebatte zu einer Ketzerei übergehen und die Menschen hinter den Ideen als Ketzer ausgeben, hören wir allmählich auf, über alle kontroversen Ideen zu debattieren.
Das ist unbequem, aber es ist möglich, dass wir Leuten erlauben müssen, abfällige Dinge über homosexuelle Menschen zu sagen, wenn wir wollen, dass sie in der Lage sind, neue Dinge über Physik zu sagen. Natürlich können und sollten wir sagen, dass Ideen falsch sind, aber wir können die Person nicht einfach als Ketzer bezeichnen. Wir müssen die eigentliche Idee diskutieren.
Politische Korrektheit kommt oft von einem guten Ort - ich denke, wir sollten alle bereit sein, Unterkünfte zu schaffen, um andere gut zu behandeln. Aber allzu oft wird es als Klub für etwas Orthogonales zum Schutz der eigentlichen Opfer benutzt. Die besten Ideen sind kaum auszudrücken, und wenn man ständig darüber nachdenkt, wie alles, was man sagt, falsch interpretiert werden könnte, dann lässt man die besten Ideen nicht an der Fragmentphase vorbeikommen.
...  
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

Zur Erinnerung

... hatte ich vor anderthalb Jahren mal, weil's paßt nochmal:

"Neuen Pfeffer in die alte Diskussion, ob Religionen eher wegen ihrer Heilsversprechen oder ihrer Drohungen erfolgreich waren und sind, bringt nun eine internationale Studie, die das Phänomen Religion auf seine evolutionär wirksamen, adaptiven Vorteile untersucht...

Die Forschergruppe wertet die Ergebnisse als ersten empirischen Beweis dafür, dass strafende Götter mit Total-Durchblick den Zusammenhalt expandierender Kulturen förderten. Evolutionär gedacht erklärt es, warum solche Religionsmodelle so erfolgreich wurden: Die Angst vor göttlicher Strafe motivierte zur Kooperation mit Menschen, mit denen man nichts gemein hatte als das gemeinsame Bekenntnis. Moralisierende Götter und die Furcht vor übernatürlicher Strafe habe die Menschheit im Wortsinn erst gesellschaftsfähig gemacht."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/die-angst-vor-goettlicher-strafe-beguenstigte-expansion-frueher-kulturen-a-1076614.html

Der Gott des Alten Testaments war ein militärischer Gott. Er wurde mit genau dem Ziel erfunden: man brauchte eine Klammer, die einen Heerbann aus verstreuten Gruppen zusammenhielt.

Das heißt jetzt, den Gottlosen fehlt es an dieser nicht unwesentlichen Evolutionsstrategie. Vielleicht agieren deshalb alle Ideologien ähnlich verbissen mit virtue signalling und so. Das gleiche Muster... und nun haben die Freigeister ein Problem...

Außerdem noch mal ausgebuddelt:

http://yellowsoupmarine.soup.io/post/624179384/Wof-r-ist-Religion-gut





(Völlig nebenbei: im Islam habe ich nichts entdeckt, was irgendwie interessant wäre. In Sachen Küchenpsychologie, was ja das Einzige wäre, was dem Ganzen noch etwas Berechtigung verleihen könnte, ist da Fehlanzeige. Da kommt zur allgemeinen Sinnlosigkeit noch die spezielle.)

Der Punkt

Um dem möglichen Trugschluß entgegenzutreten, ich hätte ein Problem mit Einwanderern: Nein.
Ich habe ein Problem mit Religion. Ich war so froh, daß selbige in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, und jetzt kommt der ganze Mist wieder. Ob mit dem Schwert des Islam oder der Verblödung durch Gender oder wasauchimmer.
Global gesehen, sind die schützenswerteste Minderheit die Nicht- Religiösen / Atheisten / Empirischen Mystiker und so. Wer sagt, ich glaube an keinen Gott, kriegt an vielen Orten der Welt maximal eins auf die Fresse. Und der Islam spielt in dem Zusammenhang aktuell die unrühmlichste Rolle. Die Zustände will ich hier nicht haben. Hatten wir in Europa lange genug. Das ist der Punkt.



13.12.2017

Apropos Neonazis

Es drängt sich der Eindruck auf, daß, wenn man die Geheimdienste rausnähme, bei den Rechtsextremisten nicht mehr viel los wäre.

Plädoyer des Rechtsanwalts Alexander Kienzle im NSU- Prozess
Staatliche Institutionen haben den Zugriff der Beweisaufnahme auf die wahren Sachverhalte verhindert oder massiv erschwert, soweit zugriffsgegenständlich staatliche Mitverantwortung für die Straftaten des NSU war. Namentlich die Verfassungsschutzbehörden stellten den wahren Sachverhalten eine um eigene Beiträge zum Gelingen der Straftatserie bereinigte rechtsstaatswidrige Wahrheit entgegen. Sie unternahmen den rechtsstaatswidrigen Versuch, durch Aktenvernichtung, Aktenzurückhaltung oder nachrichtendienstliche Involvierungen verschleierndes Aussageverhalten bis in die Hauptverhandlung hinein die Ermittlung des wahren Sachverhalts zu verhindern, nach dem sie Mitverantwortung für die Straftatbegehungen des NSU tragen. Sie bedienten sich rechtsstaatswidriger und rechtswidriger Mittel, um eine forensische Wahrheit nur bereinigt um den eigenen Teil der Verantwortlichkeit zuzulassen.
Heißt also: die schießenden Neonazis werden von den Nachrichtendiensten bezahlt, und die Hau- drauf- Antifa vom Familienministerium. Es gibt finstere Theoretiker, die glauben, daß das Absicht ist.

P.S.: Zu Ersterem gibt es naturgemäß keine Zahlen, bei Zweiterem sind es 100 Millionen jährlich. Das dürfte für etliche Leute die Lebensgrundlage sein, also gibt es ein Interesse, das Problem größtmöglich aussehen zu lassen. Siehe auch Kobra- Effekt.

Blauvogel

Mein erstes Kinderbuch war "Blauvogel". Hab ich bestimmt fünf Mal gelesen mit 7..8 Jahren.

Ein weißer Junge wird Mitte des 18. Jhd. von den Irokesen entführt und wächst unter ihnen auf. Im Verlauf der Geschichte erkennt er immer klarer, daß die Welt der Indianer die des Wissens um das Wahre Leben ist und das Leben der Weißen am Ende gar nicht mehr auf ihn paßt.

Hat mich tief geprägt damals, und ich habe das Gefühl, damit bin ich nicht der Einzige.

Und wenn man so durch die Geschichte guckt, der zugrundeliegende Mythos (neudeutsch: Narrativ) ist ja durchaus zutreffend. Selbst wenn man unzulässige Romantisierungen wegläßt, Fakt ist: die Europäer waren jahrhundertelang Weltmeister im Exportieren ihrer Probleme. Es gab Zeiten, in denen war Europa knapp am Rand der Unbewohnbarkeit. (Abholzung, Umweltverschmutzung.) Und sie waren natürlich Weltmeister im Anwenden exzessiver Gewalt.

Für den Rest der Welt wäre es besser gewesen, die Europäer wären ausgestorben und Christoph Kolumbus wäre nicht losgesegelt. Das mag ja stimmen! Aber das hilft uns gerade nicht weiter!

Eine schlechte Geschichte umzudrehen, bewirkt nur eine anders schlechte Geschichte.

Nur, um es diesmal richtig zu machen, auf alles zu verzichten, was wie Kulturimperialismus aussehen könnte, und am Ende den Laizismus aufzugeben, das kann nicht die Antwort sein! (Das ist die wohlwollende Interpretation.)

Die weniger wohlwollende: "Um den Dummen Bösen Weißen Mann loszuwerden, lassen wir uns auf alles ein."

Die Quelle fand ich nicht so wirklich zitierfähig, und den Kommentar zu zynisch, aber weil das im letzten Beitrag auftauchte... es fällt immer schwerer, das unter den Teppich zu kehren:

Jahrelang haben linke Feministinnen die schwedische Gesellschaft umgekrempelt, um sie auf Migration abzurichten. Weil sie dachten, dass sie damit endlich das Böse los würden, was, wie die Gender Studies lehren, sich allein im weißen Manne manifestiere. Man dachte, man würde das alles los, indem man den weißen Mann einfach verdünne, substituiere, ersetze.

Stellt sich raus: falsch gedacht.

"... In diesen Vororten regieren mittlerweile muslimische Zuwanderer aus dem Nahen Osten und Afrika. Dort sind Feministinnen unerwünscht. Denn sie üben einen schlechten Einfluss auf die muslimischen Frauen aus.

Jahrelang kämpften sie für den Zuzug und die Rechte von MigrantInnen, wiesen Kritik am immer radikaleren Islam als Rassismus und Islamophobie zurück und waren überzeugt, Menschen mit völlig anderen Lebensweisen in die westliche Welt „hineinstreicheln" zu können.

Frauenrechtlerinnen sind jetzt in dieser Gegend unerwünscht. Selbsternannte „Moralpolizisten" patrouillieren in den Straßen und kontrollieren das Benehmen der Frauen in der Öffentlichkeit. „Es hieß, dass wir den Frauen die Schleier wegnehmen wollen und wir keine anständigen Personen seien", erzählte sie. Die Stimmung heizte sich auf. „Man sagte mir, ich solle auf mich aufpassen". Sie fühlte sich nicht mehr sicher."

Jetzt sind die Feministinnen auf der Flucht und wollen nichts wie weg.

Ich empfinde ausdrücklich keine Schadenfreude... ich finde das beängstigend. Und damit bin ich jetzt wohl islamophob (?)

Antisemitische Randale

Neonazis verbrennen Davidsterne und randalieren vor Synagogen.
Überall nur Neonazis. Hinter jedem Gebüsch. Jetzt trauen die sich wieder raus. Es ist wieder soweit. Wölfe mitten im Mai. Schlagt sie tot, solange ihr noch könnt!

*raschel* *umblätter*

Ach nein, das waren ja gar nicht die Neonazis. Schade, daß die das nicht waren!


12.12.2017

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So, es ist soweit, für die, die über die jeweils anderen Links kommen:

soup.io ist derzeit kaputt und ich sehe das noch nicht, daß das noch mal repariert wird. Falls ja, dann geht ja vielleicht sogar der Feedimport, und dann landet die Info auch dort.

Nun gibt es nach allerlei Experimenten doch wieder ein Logbuch bei Blogspot. Wollte ich eigentlich aus naheliegenden Gründen vermeiden, aber die Faulheit hat gesiegt. Google hat mich in der Bequemlichkeitsfalle.

Das alte Ding. Freiheit oder Bequemlichkeit.

Und wenn ich unbedingt meinen Senf raushauen will, ist das schließlich mein Problem.

Also:

https://yellowsoupmarine.blogspot.de/ => Senf

https://hamataikobaia.blogspot.de/ => Mugge

http://yellowsoupmarine.soup.io/ => mehr Senf, sofern die Suppe noch mal aufgewärmt wird.

Viel Spaß wünschen Jeremy und die Zeuhlonauten!







Aha? Andere Sichtweise.

Hmmm, so was hatte ich sogar mal irgendwo als Überschrift: "Das neoliberale U- Boot" oder so. Dabei ging es mir aber um die Sache mit der (kalkulierten?) Ablenkung von den "richtigen", "sozialdemokratischen" Themen. Gendergaga als Scheingefecht auf Nebenschauplätzen, um die Zuschauer irre zu machen und diejenigen profitieren zu lassen, die ohnehin schon oben schwimmen .

Hier nun ein Text aus der Schweiz, in dem das Thema anders beleuchtet wird. Halte ich nicht für ganz schlüssig, bzw. ich versteh' nicht alles, interessant ist es allemal:

Gender definiert Sex als frei flottierende Ware. Der Neoliberalismus tut das genauso. Alle menschlichen Lebenszusammenhänge werden im Neoliberalismus privatisiert, um als Dienstleistungen teuer verkauft werden zu können. Sex wird im «Leben als Konsum» für normale Menschen je länger, je mehr ebenso unerschwinglich wie Kinderhaben. Jede menschliche Handlung wird deshalb diskursiv mit Geboten und Verboten belegt, um sie nach klaren performativen Diskurskategorien weiterzuverkaufen.

Gendertheoretikerinnen und -aktivistinnen fordern nicht das Recht auf Gleichheit, sie fordern nicht die Umverteilung des Kapitals oder gar die politische Partizipation aller, nein, sie fordern neue gesellschaftliche Regeln, die zufälligerweise mit den neuen neoliberalen Regeln zusammenfallen (siehe dazu die Studien «Bankspeak» von Franco Moretti und Dominique Pestre). Nicht das Unrecht oder die existierende Machtverteilung soll politisch beseitigt werden, sondern das VERHALTEN.

Unter dem Deckmantel eines rigiden Kontrollkodexes, Verleumdung inklusive, Boykottaufrufen et cetera schleicht sich so unter dem Deckmantel «links», «progressiv», «antirassistisch» ein neuer, totalitärer Überbau für den Neoliberalismus mitten ins politische Zeitgeschehen. Die Regeln der neoliberalen Gewalt werden durch die neuen Sprachregeln der Hegemonie des butlerschen Genderismus unsichtbar gemacht.

Weibliche Freiheit ist nicht gekoppelt an gleiche Rechte, gleiche Bildungschancen, gleichen Lohn, sondern an ANPASSUNG. Alles ist «fluide» und «frei»: an erster Stelle natürlich die Kaufkraft.


Aufarbeitung ist ein protestantisches Konzept.

Empfehlenswerter Text über die Sowjetunion / Rußland.

Ein Bekannter in Moskau, der ein kleines Restaurant besitzt, sagte mir einmal: «Unter Jelzin wurde ich von fünf Banditen pro Woche ausgeraubt. Jetzt nur noch einmal pro Jahr, vom Staat. Das ist ein Fortschritt.»

NZZ.ch

11.12.2017

Es wird so viel Wert darauf gelegt, woher man kommt, anstatt darauf, was uns alle verbindet.

„Ich verhielt mich neutral, machte Notizen, bis sie inne hielt und mich fragte: „War das gerade aufreibend für sie, sich anzuhören, was ich zu sagen hatte?" Ich war überrascht, wie genau sie mich beobachtet hatte, und antwortete ehrlich: „Nein, ganz und gar nicht. Meine inneren Alarmglocken sind alle ausgeschaltet. Ich bin hier, um zu lernen und kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar bin, dass Sie sich die Zeit für mich genommen haben." Darauf meinte sie: „Ich weiß, was Sie hier tun. Und wissen Sie was? Auch ich kann meine Alarmglocken abschalten." Das Gespräch wurde anschließend sehr persönlich…."

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